MEIK PUPPE
DIE PARISER GLOSSEN

Meik Puppe, author, comedian, musician (and and and..) from Remscheid releases with "Die Pariser Glossen" his first ebook, that shows impressions of the french capitol in a fine humorous way. We can only say: recommendation, recommendation, recommendation…the first choice!

TEXTS

01. Vorwort
02. Kapitel 1 - Atmen, Essen und Verkehren
03. Kapitel 2 - Das gelbe „M“
04. Kapitel 3 - Dudelsäcke und Windmühlen
05. Kapitel 4 - Big thumb is watching you
06. Kapitel 5 - Lächeln mit zwei “N”
07. Kapitel 6 - Edith leiht mir kein Feuer


EXTRACT

Paris – was ist das überhaupt? Und wieso? Was veranlasst diese Stadt dazu, von mir bereist zu werden? Und was unterscheidet sie von anderen französischen Hauptstädten? Es ist Donnerstagabend. Eine halbe Milliarde Millimeter von meiner heimischen Haustüre entfernt fasse ich Mut und Fuß und verlasse meinen Flieger nach knapp einer Stunde Luftfahrzeit. Ich nehme mein spärliches Gepäck vom Band, verlasse langsam und busfahrend das Terrain des Lufthafens Charles-de-Gaulle und stürze mich hinein in das Getümmel einer mir völlig fremden Lebensform. Weisen die Bewohner der Metropole irgendwelche Gemeinsamkeiten mit mir auf? Lassen sich Unterschiede ausmachen zwischen ihm und mir, dem schnöden deutschen Touristen? Fünf Meter Fußweg im freien Gelände beantworten mir meine Fragen sofort – mathematisch gesprochen: Der durchschnittliche Franzose und der durchschnittliche „Ich“ haben unverkennbar einen leeren Durchschnitt.

Das Erste, was ich als Pariser Frischling bemerke, ist der massiv hohe Ausländeranteil im neu betretenen Gelände – kaum ein Mensch spricht mehr deutsch. Bewaffnet mit dem extra hierfür erworbenen und der deutschen Sprachgewohnheit sehr entsprechenden „Reiseführer“ schaffe ich es dennoch, nach endlicher Zeit mein Hotel zu finden, meine spärliche Herberge einzunehmen und sodann den fremden, französischen Gesamtkörper intensiv und kofferlos unter die Lupe zu nehmen. Da ich etwas außerhalb nächtige und nicht sogleich dem zentralsten Paris ausgesetzt bin, sehe ich mich somit ersten Impressionen des Pariser Speckgürtels ausgesetzt, welcher seinen Namen zu recht trägt, da das Gesamtambiente aus Gassen, Werkstätten und Bürgern durchaus als speckig bezeichnet werden kann.

Der erste, sich wirklich festsetzende Eindruck ist derjenigen, den eine undefinierbare Substanz, welche einfach so auf dem Bürgersteig herumfaulte und somit perfekt ins Stadtbild passte, unter meinem Schuh hinterlassen durfte. Gern hätte ich, der umhertrudelnde Neukosmopolit, meinen tragbaren Taschen-Chemiebaukasten gezückt und untersucht, in welche Tier- oder Menschenreste ich da getreten bin, aber mein Körper signalisiert mir sofort, dass es vorerst wichtiger ist, die elementarsten, menschlichsten Bedürfnisse zu stillen; also Atmung, Nahrungsaufnahme und Verkehr.

Letzterer ist in Paris ungeschützt quasi kaum möglich. Gleich am ersten Tag nach meiner Ankunft treffe ich nämlich schon auf den schlechtesten Autofahrer von ganz Frankreich - es handelt sich um alle. Das uralte indische Sprichwort, dass es eigentlich nur drei guter Dinge bedarf, um sich im indischen Straßenverkehr zurecht zu finden, nämlich „good horns, good breaks and good luck“, gilt definitiv auch für Frankreich, wird hier jedoch anders ausgesprochen...


PDF
0,8 MB

DATE OF RELEASE: 13/03/2006
KATALOGUE-NO.: DKL002
GENRE: NOVEL

FURTHER RELEASES OF THE ARTIST:
DKA102, DKA090, DKA084, DKA080, DKA064, DKA027, DKA023, DKA003, DKL007,
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